Termine und Veranstaltungen

Veranstaltungen im Libresso April 2018

 

01. 04. 2018 Frühlingserwachen

 

Eine lyrische Performance zum Thema Frühling von Ringelnatz, Busch, Erhard und anderen, vorgetragen von

Dieter Faring, musikalisch begleitet von Lothar Prünte (Gitarre) – mit Refrains zum Mitsingen.

Eintritt frei, Spenden für die Vortragenden erbeten. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

08. 04. 2018 Rose Ausländer: „Der Steinbruch der Wörter“

 

Helmut Braun stellt sein neues Buch aus der Reihe „Jüdische Miniaturen“ vor, in dem er den Zusammenhang

von Leben und Werk der Poetin aufzeigt. Der Autor liest aus dem Buch, erzählt von der Dichterin, interpretiert

Gedichte und sucht das Gespräch mit dem Publikum.

Eintritt 5,-- €/ Schüler, Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

15. 04. 2018 Symphonie als Kosmos – Komponist als Demiurg: Über Gustav Mahler und Charles Ives

Vortrag von Dr. Leopoldo Siano, Köln

 

In zahlreichen Mythen wird die Schöpfung als Ergebnis einer handwerklichen Tätigkeit beschrieben. Der Schöpfer,

bzw. der Demiurg, wie Plato ihn nennt, ist ein kosmischer Handwerker – je nach Überlieferung ein Schmied,

ein Töpfer, ein Gießer oder ein Weber. Die Besonderheit seines Schaffens ist es, dass er nicht ex nihilo schafft;

er verleiht eher Form einem bereits vorhandenen Urstoff. Auch die kompositorische Arbeit hat etwas Demiurgisches:

Die Komposition eines Musikwerks kann eine Metapher für die Weltschöpfung sein. Wie der mythische

Demiurg schafft kein Komponist wirklich 'aus dem Nichts' – übrigens gibt es auch Komponisten, die in ihren Werken

sogar bereits existierenden Musiken integrierten und die Symphonie als Welt verstanden, die alles umfassen

soll. Das ist der Fall der zwei Eklektizisten, von denen in diesem Vortrag die Rede sein wird: Gustav Mahler und

Charles Ives.

Eintritt 5,-- €/ Schüler, Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

22. 04. 2018 Karl Marx und die unvollendbare Dynamik der kapitalistischen Revolution

Vortrag mit anschließender Diskussion von PD Dr. Markus Wirtz, Köln

 

Stimmen, die die Philosophie von Karl Marx nach dem Ende des Ost-West-Konflikts vorschnell für tot erklärt

hatten, sind längst verstummt. Sätze wie der aus Marx‘ Das Kapital haben auch 150 Jahre nach ihrer Niederschrift

nichts von ihrer Aktualität verloren: „Die Kreisläufe der individuellen Kapitalien verschlingen sich […] in einander,

setzen einander voraus und bedingen einander und bilden grade in dieser Verschlingung die Bewegung

des gesellschaftlichen Gesamtkapitals.“ (MEGA Bd. 11, Berlin 2008,S. 342.)

Spätestens die Finanzkrise vor 10 Jahren hat vor Augen geführt, dass wir in einer Zeit des entfesselten globalen

Kapitalismus leben, dessen Eruptionen die kühnsten Voraussagen der marxistischen Theoretiker noch übertreffen.

Der 200. Geburtstag von Karl Marx lädt dazu ein, uns mit dem Dilemma zu konfrontieren, in dem wir uns als

werktätige Insassen der kapitalistischen Blindflugrakete befinden: Es gibt bis heute keine bessere Analyse des

Kapitalismus als die von Marx vorgelegte, aber zugleich war Marx – bei aller analytischen Brillanz und geschichtsphilosophischen

Prognosekompetenz – ganz ein Kind seiner Zeit, der industriellen Revolution des 19.

Jahrhunderts. Den revolutionären Schub, den der Kapitalismus durch die Digitalisierung erhalten hat, konnte

Marx beim besten Willen nicht vorhersehen. Daher gilt es heute, eine Relektüre der Marx‘schen Philosophie vorzunehmen,

die deren kontextbedingte Grenzen berücksichtigt, vor allem aber die von Marx analysierte Umwälzung

der Lebensverhältnisse auf die revolutionäre Dynamik des Kapitalismus selbst bezieht. Denn erst in seiner

Unvollendbarkeit ist dieser wahrhaft vollendet.

Eintritt 5,-- €/ Schüler, Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

29. 04. 2018 Suleman Taufiq: „Café Dunya. Ein Tag in Damaskus“. Lesung und Gespräch

 

Suleman Taufiq liest aus seinem Roman Café Dunya. Ein Tag in Damaskus, der eine Hommage an seine

Heimatstadt und eine Reise durch das Gedächtnis Syriens ist. Im Roman wird die Rückkehr eines jungen Mannes

in seine Heimatstadt mit der Geschichte eines berühmten Kaffeehauses und seinen verschiedenen Besuchern

verknüpft. Mit feiner Beobachtungsgabe und leisem Humor beschwört Suleman Taufiq stimmungsvolle Bilder

aus einer versinkenden orientalischen Lebenswelt.

Außerdem liest der Autor Textausschnitte aus seinem neuen Gedichtband Ich zähme die Hoffnung. „Ich lebe

nicht in zwei Welten, ich bin zwei Welten“, sagt Taufiq. In seinen neuen Gedichten nimmt er seine Zuhörer/innen

mit in eine wunderbare Welt der Fremde, eine Welt mit all ihrer Vergänglichkeit, Maßlosigkeit, Wandelbarkeit,

Unwägbarkeit, auf eine poetische Reise zwischen Orten, Sprachen und Zeiten.

Suleman Taufiq ist ein deutsch-syrischer Autor und als Lyriker und Erzähler, Kulturjournalist sowie als Herausgeber

und Übersetzer arabischer und deutscher Literatur bekannt. Er wurde in Beirut geboren und ist in Damaskus

aufgewachsen. In Aachen hat er Philosophie und Komparatistik studiert. Seine Literatur ist ein Brückenschlag

zwischen zwei Kulturen – die sich so fremd nicht sein können

Eintritt 5,-- €/ Schüler, Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

Veranstaltungsorganisation: Karin Farokhifar

 

 

 

 

Café Libresso, Fleischmengergasse 29, 50676 Köln, Tel.: 23 73 79

www.Cafélibresso.de