Termine und Veranstaltungen

Veranstaltungen im Libresso JUNI 2018

03. 06. 2018 Coplas y canciones

 

Die Gruppe ALMA CON ALMA gehört zu den Vertretern der „copla nueva“ und des „canción española“. Coplas

sind traditionelle Lieder, die seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute in ganz Spanien und Lateinamerika

gesungen und immer wieder neu interpretiert werden. Die Coplas von ALMA CON ALMA erhalten durch

eigene Interpretationen und Einflüsse aus Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen eine neue persönliche Note.

Auf dem Fundament der „copla“ entstehen eigene Kompositionen und Interpretationen der „canción española“.

Durch die musikalische Reduzierung auf die wesentliche Aussage der Stücke wird der ursprüngliche Charakter neu

definiert. Die Ausdruckskraft der poetischen Texte wird durch die einfühlsame Stimme der Sängerin Carmen

Córdoba hervorgehoben.

Zur Gruppe ALMA CON ALMA gehören: Carmen Córdoba (Gesang), Mano Molina (Gitarre), Genn Kameda und

Petra Schmidt (Violine) und Georgios Pimenidis (Percussion). Hörproben auf www.alma-con-alma.de.

Eintritt frei. Spenden für die Musiker erbeten. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

10. 06. 2018 „Lasse mich sprechen ohne Meister“

Leben und Werk der israelische Dichterin Ilana Shmueli

Lyrik-Lesung und Vortrag zu Leben und Werk der Dichterin von Vera Ruhrus

 

Ilana Shmueli, geboren in 1924 in Czernowitz, Bukowina, gehörte zum Kreis der israelischen Dichterinnen in Jerusalem,

die in deutscher und hebräischer Sprache schrieben. Sie war mit Rose Ausländer und Oskar Kokoschka befreundet

und arbeitete in Israel als Sozialpädagogin mit Kindern, die den Holocaust überlebt hatten. Von der tiefen

Beziehung mit dem Dichter Paul Celan bis zu dessen Freitod 1970 zeugt der Briefwechsel, den sie herausgab. Erst

in den 80er Jahren begann Ilana Shmueli, eigene Gedichte zu schreiben. Ilana Shmueli starb am 11. November

2011 in Jerusalem, mit einer letzten Frage, die sie vor Jahren notiert hatte: „In welcher Sprache wird der Tod zu mir

kommen?“

Eintritt 5,-- € / Schüler, Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

17. 06. 2018 Philosophie als Therapie.

Auf der Couch bei Kant und Wittgenstein.

Vortrag mit anschließender Diskussion von Florian Bohde, Köln

Moderation: Lars Heckenroth

 

Meist betrachtet man philosophische Texte als Versuch, verschiedene Thesen aufzustellen und zu verteidigen. Bei

einigen Philosophen geht es aber auch darum, Denkstrukturen sichtbar zu machen, die uns an einem erfolgreichen

Umgang mit dem jeweiligen Erkenntnisgegenstand hindern. Die Einsicht in solche geistigen Engpässe kostet

Überwindung und Übung, sich von einer hartnäckigen Denkgewohnheit zu trennen. Den Vergleich mit einer Therapie

hat Wittgenstein selbst gezogen; er war der Meinung, dass uns bei der Auseinandersetzung mit philosophischen

Fragen „Bilder“ gefangen halten können, die nicht einfach verschwinden, wenn man sie erkannt hat. So lesen

sich seine „Philosophischen Untersuchungen“ manchmal tatsächlich wie ein Austausch zwischen Patient und

Psychoanalytiker, wobei die Rollen nicht selten verschwimmen. Kant einen solchen Ansatz zuzuschreiben, scheint

weitaus gewagter zu sein. Aber auch er konstatiert: Aufzudecken, dass man in seinem Denken einem Schein erlegen

ist, bedeutet noch nicht, den Schein zum Erlöschen zu bringen. Philosophen wie Kant oder Wittgenstein zeigen,

warum beide Seiten von falschen Voraussetzungen ausgehen und der Streit nicht auf diese Weise zu beenden

ist.

Eintritt 5,-- €/ Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €, Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

24. 06. 2018 Der beabsichtigte Kollateralschaden

 

Im Roman: „Der beabsichtigte Kollateralschaden“von Heinrich Bischoff wird beschrieben, wie ein Mensch zerbricht.

Das Buch ist nicht unbedingt und nur am Rande ein Köln-Krimi. Der Leser erfährt aufschlussreiche Einblicke

in den Sozialkosmos einer großen Versicherungsgesellschaft. Das könnte ebenso gut eine andere Verwaltung

sein. Die Story beschreibt die Angst, die Intrigen, den gegenseitigen Hass in einem Großunternehmen, ebenso den

starren Rahmen der ungeschriebenen Verhaltensregeln zwischen Vorgesetzten und Untergebenen. Kein Wunder,

dass der Protagonist inmitten dieser Verwerfungen ausrastet.

 

Auszug aus dem Kölner Stadt-Anzeiger:

„Beim fiktiven Kölner Versicherungskonzern Titanus steht eine mit Spannung erwartete Betriebsversammlung an –

denn aufgrund einer Umstrukturierung soll jeder fünfte Mitarbeiter seinen Job verlieren. Doch die Versammlung

nimmt ein unerwartetes, blutiges Ende: Gerade als Vorstandschef Dr. Truts seinen Vortrag beendet hat, stürmt der

Angestellte Johann Bassinger in den Saal. Er schießt auf Truts und zwei weitere Vorstandsmitglieder, dabei ruft er:

„Zu alt – zu dumm – zu teuer“. Seine schreckliche Tat steht [ …] jedoch nur am Ende einer jahrelangen Entwicklung:

der Geschichte eines persönlichen und beruflichen Desasters […].“

Eintritt 5,-- €/ Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €, Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr

 

 

Veranstaltungsorganisation: Karin Farokhifar

 

 

 

 

 

ACHTUNG: RESERVIERTE PLÄTZE WERDEN AM VERANSTALTUNGSTAG BIS 10:30 UHR FREIGEHALTEN.

 

 

 

 

 

 

Café Libresso, Fleischmengergasse 29, 50676 Köln, Tel.: 23 73 79

www.Cafélibresso.de